Alles Porös
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Was ist Osteoporose?

Im Alter verlieren die Knochen ihre Knochendichte. Das heißt, ihre Hohlräume werden immer größer und die Stabilität der Knochen nimmt ab. Diese Krankheit nennt sich Osteoporose. Bei Osteoporose kommt es daher oftmals zu Knochenbrücken.

 Gesunde Knochenstruktur und Osteoporotische Knochenstruktur
Credits: PantherMedia / Teguh Mujiono
 Gesunder (links) und Osteoporotischer Wirbel (Mitte), Knochenbruch (rechts)
Credits: PantherMedia /Artemida-psy und rob3000

Stabilisierung von gebrochenen Wirbelkörpern

Eine Form der Stabilisierung von (gebrochenen) Wirbelkörpern ist die sogenannte „perkutane Vertebroplastie“. Bei dieser Behandlungsmethode wird sogenannter „Knochenzement“ in die Wirbel von Patienten gespritzt, die an Osteoporose leiden. Dabei werden schrittweise wenige Milliliter des Knochenzements injiziert und die Ausbreitung des Knochenzements immer wieder mit Röntgenaufnahmen kontrolliert. Das „flüssige“ Knochenzement härtet innerhalb von ca. 20 Minuten aus und stabilisiert den Knochen wieder.

Spritze für den chirurgischen Eingriff
Credits: AO Foundation Davos / Dominic Gehweiler
Experiment: Aluminiumschaum-Zement-Injektion in eine künstliche Knochenstruktur
Credits: AO Foundation Davos / Dominic Gehweiler

Animation: Aluminiumschaum-Zement-Injektion in eine künstliche Knochenstruktur
Credits: AO Foundation Davos / Dominic Gehweiler

Animation eines klinischen CTs einer Vertebroplastie in einem menschlichen 3. Lendenwirbel
Credits: AO Foundation Davos / Dominic Gehweiler

Internationale Zusammenarbeit

An der Universität Stuttgart wird hierzu in Zusammenarbeit mit dem AO Research Institute Davos (Schweiz) geforscht. Forscher*innen der Universität Stuttgart* verwenden die experimentellen Daten aus Davos*, um damit Simulationen zu erstellen. Diese können Mediziner*innen helfen, die Vertebroplastie-Behandlung besser zu verstehen und diese dadurch insgesamt zu verbessern. Außerdem sind diese Simulationen wichtig, um eventuelle Komplikationen im Voraus zu erkennen und zu vermeiden (zum Beispiel der Austritt des Knochenzements, die Beschädigung der Nerven an der Wirbelsäule etc.). 

*Oliver Röhrle (Universität Stuttgart) / Boyko Gueorguiev-Rüegg (AO Foundaitio, Davos)

Experiment: CT-Aufnahmen einer Kontrastmittelinjektion (ähnlich zu Knochenzement) und der Ausbreitung der Masse im Wirbel

Credits: AO Foundation Davos / Dominic Gehweiler

Simulation der Knochenzementinjektion und der Ausbreitung der Masse im Wirbel
Credits: Universität Stuttgart / Christian Bleiler

Zum Vertiefungstext der Simulation der Knochenzementinjektion und der Ausbreitung der Masse im Wirbel.